sensomotorisch-perzeptive Behandlung

Die sensomotorisch-perzeptive Behandlung findet als Einzeltherapie in unseren Praxisräumen oder im häuslichen Umfeld des Patienten statt.

Zu Beginn der Behandlung steht die Befundaufnahme der momentanen motorischen, sensorischen, kognitiven Fähigkeiten und den Problemen des Patienten. Dies berücksichtigt auch die persönlichen Lebensumstände und die Ziele.

Ziel der sensomotorisch-perzeptiven Behandlung ist die Verbesserung von Körperwahrnehmung, Körperhaltung und Beweglichkeit. Sie dient der Wiederherstellung größtmöglicher aktiver Selbständigkeit im Alltag.

Der Mensch muss als einziges Lebewesen lernen, sich zu bewegen. Stehen, sitzen, sich hinlegen und laufen entwickeln sich im Zusammenhang mit der Körperwahrnehmung und dem Gleichgewicht. Dieser Entwicklungsprozess ermöglicht es dem Menschen, in seinem Lebensraum zu funktionieren. Nach Automatisierung dieser Bewegungsabläufe ist der Lernprozess beendet. Die erlernten Bewegungen erfüllen ihren Zweck, werden zur Gewohnheit, selbst wenn im zunehmenden Alter sich Beschwerden einstellen.

Erkrankungen oder Unfälle führen dazu, dass sich schleichend oder plötzlich die Lebensqualität eines Menschen verändert. Dies entsteht durch den teilweisen oder kompletten Verlust von Körperwahrnehmung und Beweglichkeit.

Grundlage der Therapie ist es, die notwendigen Bewegungen wie z.B. stehen, sitzen, laufen und deren Positionswechsel neu zu lernen. Dies bedeutet die Schulung der Körperwahrnehmung, das Erlernen von ökonomischen Bewegungsabläufen und deren Integration in den Alltag. Aufbauend darauf können dann funktionelle Handlungen des täglichen Lebens wie z.B. Körperpflege, Tätigkeiten im Haushalt und der Freizeitgestaltung in Teilschritten erarbeitet werden.

Der Patient soll zunehmend aktiver seine Bewegungen und Handlungen realisieren und somit zur Verbesserung seiner Lebensqualität beitragen.

Unsere Behandlungsmethoden sind:

–         Bobath Konzept
–         Körperwahrnehmung und Bewegungserfahrungen auf der Grundlage von Yoga
–         Erarbeitung von neuen Bewegungsmustern für den alltagsrelevanten Einsatz
–         Hilfsmittelberatung und Erprobung
–         computerbasiertes kognitives Training mit RehaCom
–         Handwerkliche Tätigkeiten
–         begleitende Beratungsgespräche für Angehörige